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Netzspannung
Als Netzspannung bezeichnet man die von den Energieversorgern
bereitgestellte elektrische Spannung, die zur Übertragung elektrischer
Leistung eingesetzt wird. Neben der Spannung der Hoch- und
Mittelspannungsnetze wird unter Netzspannung häufig die Höhe der
einphasigen Wechselspannung in den Niederspannungsnetzen verstanden.
Diese beträgt in Europa sowie den meisten anderen Gebieten der Erde 230 V bei einer Frequenz von 50 Hz.
Die Spannung 230 V wurde in der internationalen Norm IEC 60038:1983 als
Standardspannung festgelegt. Bis 1987 betrug die Netzspannung in
Deutschland 220 V mit einer Toleranz von ± 10 %. Danach erfolgte
zunächst eine schleichende Umstellung auf 230 V + 6 % und − 10 %. Ab
2009 darf die Netzspannung von 230 V um ± 10 % abweichen. Praktisch
stellt die 230-Volt-Netzspannung die Spannung zwischen einem
Außenleiter und dem Mittelpunktleiter von Dreiphasenwechselstrom (ugs.
auch Dreh- oder Kraftstrom genannt) mit 400 V zwischen den Außenleitern
dar (Faktor Wurzel aus 3).
Die erhöhte Netzspannung führte bei nichtgeregelten Verbrauchern – wie
Glühlampen – zu einem erhöhten Energieverbrauch und vorzeitigem Defekt.
Auch eine Reihe von Geräten, deren Nennspannung 220 V betrug, wurden
durch die erhöhte Spannung zerstört. Die Erhöhung der Spannung um ca. 5
% führt zu einer Erhöhung des Energieverbrauches bei diesen Geräten um
ca. 10 %. Der Einsatz von Spannungen am oberen Bereich der
Toleranzgrenze führt zu einem erhöhten Absatz von Energie, ohne dass
dafür neue Geräte oder Werbung erforderlich sind. Höhere Spannung
bedeutet aber auch relativ niedrigere Energieverluste auf den
Leitungen, wenn die gleiche Leistung übertragen wird.

Karte: Spannung/Frequenz
In den USA und weiten Teilen des amerikanischen Kontinents beträgt die
Netzspannung zwischen 110 und 120 V bei einer Frequenz von 60 Hz.
Im Idealfall ist der zeitliche Verlauf der Netzspannung sinusförmig.
Die Spannungsangabe bezieht sich dabei auf den Effektivwert und nicht
auf den immer nur kurzzeitig erreichten Scheitelwert der Sinuskurve.
Der sinusförmige Verlauf der Netzspannung wird zunehmend durch
nichtlineare Verbraucher gestört. Dazu zählen Gasentladungslampen,
Gleichrichter, Dimmer (Thyristor- und Triac-Steller), Frequenzumrichter
und Schaltnetzteile ohne Power-Faktor-Korrektur (PFC). Auch
Asynchronmotoren verursachen Netzverunreinigungen (Nutenpfeifen).
Die Netzfrequenz wird heute sehr genau eingehalten, sodass man sie zur Steuerung von Uhren verwenden kann
Quelle: www.wikipedia.de



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